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    • 6.4 Urheberrecht, Copyright & OER

      In dieser Lektion 

      • erhalten Sie einen ersten Einblick in das Urheberrecht.
      • verstehen Sie, was Lizenzen sind.
      • lernen Sie Lizenzmodelle zu unterscheiden.


      Was darf ich? Was darf nicht?

      Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Im Zweifelsfall handelt es sich bei Bildern, Infografiken, Texten, Videos und mehr um Werke Dritter bzw. “Fremdmaterial”, das geschützt ist und bei dessen Nutzung bestimmte Aspekte zu beachten sind wie z. B. das Urheberrecht.

      Wer geschützte Werke nutzen möchte, benötigt dafür die Zustimmung des Urhebers oder der Urheberin. Diese Zustimmung wird erteilt über Verträge wie z. B. Lizenz-Verträge oder Standard-Lizenzen (Open Content-Lizenzen) wie beispielsweise Creative-Commons-Urheberrechtslizenzen.

      Im Rahmen von Bildungsaktivitäten war lange Zeit § 52a UrhG bindend, der am 1. März 2018 von dem neu ins Gesetz eingeführten § 60a UrhG „Unterricht und Lehre“ abgelöst worden ist und die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung urheberrechtlich geschützter Werke zum Zwecke der Veranschaulichung des Unterrichts und der Lehre an Bildungseinrichtungen regelt.

      Bei der Nutzung fremder Materialien, die nicht selbst erstellt wurden, ist generell davon auszugehen, dass diese rechtlich, zum Beispiel durch das Urhebergesetz (UrhG) oder das Patentgesetz, geschützt sind. Texte, Grafiken, Skizzen, Bilder und Fotografien unterliegen dem Urhebergesetz, das heißt, dass grundsätzlich nur der Urheber oder die Urheberin der Werke berechtigt ist, über seine Werke zu bestimmen.

      Bei der Verwendung fremder Materialien (Text, Video, Grafiken, Bilder …) muss daher die Zustimmung der jeweiligen Urheber*in vorliegen, sofern keine Ausnahmen geltend gemacht werden können wie beispielsweise für den privaten Gebrauch oder bei Nutzung zur Veranschaulichung in Unterricht und Forschung.

      Die Zustimmung des jeweiligen Urhebers erfolgt durch Einräumung von Nutzungsrechten, die entweder vom Urheber persönlich oder durch so genannte Verwertungsgesellschaften (Gema, VG Wort) verliehen werden.

    • Urheberrecht allgemein

      Was man wann wie nutzen kann:

      Digital Trainer können sich ebenso wie andere Bildungsanbieter*innen an dieser Infografik der Universität Osnabrück orientieren.

      Urheberrecht

      Für weitere Infos zum Urheberrecht im Bildungssektor empfiehlt sich ein Blick auf iRights.info.

    • Creative Commons speziell

      Für den kreativen Einsatz mancher Werke wurden Creative Commons-Lizenzen geschaffen.

      "Mit Creative Commons (CC) können Urheber von Fotos, Videos, Musik, Texten, Gedichten, Kunstwerken usw. in wenigen Klicks Lizenzen für die Weiterverwendung ihrer Werke erstellen.

      Sie können selber bestimmen, unter welchen rechtlichen Bedingungen ihre Werke veröffentlicht und weiter verwendet werden dürfen.

      Nutzer wissen danach exakt, wofür und wie sie diese Werke benutzen bzw. weiterverwenden dürfen oder eben nicht.

      Die Lizenzen sind einfach verständlich und gratis.

      Symbole visualisieren die Lizenzen.

      Sie sind in über 60 Sprachen erhältlich und weltweit rechtsgültig.

      Damit sind sie für den Einsatz im Internet wie geschaffen. Inzwischen findet man über 400+ Millionen Werke im Internet

      Die Bedeutungen der Lizenzen werden mit Symbolen visualisiert. Sie erklären welche Bedingungen bei der Weiterverwendung zu beachten sind – Restriktionen."

      Siehe: http://www.creativecommons.ch/wie-funktionierts/

      CC

    • Wann darf ich was wie nutzen?

      "Die CC-Lizenzen, angeordnet nach ihrer Offenheit: von der Gemeinfreiheit (Public domain, PD) bis zu „Alle Rechte vorbehalten“ (All rights reserved). 

      Dunkelgrün sind die „Approved for Free Cultural Works“-Lizenzen, die beiden grünen Bereiche markieren die Lizenzen, die kompatibel mit der „Remix-Kultur“ sind." 

      Es empfiehlt sich, bei der Nutzung nur auf folgende Lizenzen zu setzen:

      CC 0 (kein Urhebername erforderlich, Werk kann sogar verändert werden), 

      CC BY (unbedingt mit Urhebernennung, Werkkann sogar verändert werden)

      CC BY SA (unbedingt mit Urhebernennung, Werk kann sogar verändert werden, muss aber mit derselben Lizenz das eigene Werk selbst lizensieren)

      CC BY ND (unbedingt mit Urhebernennung, Werk darf nicht verändert werden)


      Alle NC-Lizenzen sind rechtlich zu ungewiß, da man im Grunde nahezu allen Marktteilnehmer*innen in der ein oder anderen Form ein kommerzielles Interesse unterstellen kann.

      Was diese Lizenzen im Detail genau bedeuten, wird von Creative Commons selbst gut erklärt. Für weitere Infos und aktuellen Entwicklungen empfehlen wir iRights.
    • Resümee

      Die Vorteile von OER und CC liegen klar auf der Hand, denke ich. Inhalte, die jemand erstellt hat, sollten in Social Media kursieren, damit andere diese aufgreifen, mit ihren Können und Wissen erweitern und wieder in den Social-Media.Kreislauf einspeisen können - zum Nutzen anderer. Meistens wird es dann immer besser!

      Das Urheberecht sollte trotzdem beachtet werden!

      Es liegt an ihnen, mit ihrem Handeln die Richtung zu ändern, indem Sie die Inhalte von Leuten nutzt, die offen arbeiten und nicht so sehr die von Leuten, die ihr Wissen und ihre Inhalte nur verkaufen wollen. Das ist kein Plädoyer dafür, alles umsonst abzugeben, aber eine gute Mischung zu finden.