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    • 5.3.5 Die Videoproduktion

      In dieser Lektion führen wir Sie thematisch in das Thema ein und Sie

      • lernen ein Vorbereitung und Durchführung eines Interviews kennen.
      • lernen hilfreiche Interviewtechniken kennen.
      • erhalten Tipps zur Produktion von Marken- und Produktvideos.


      Durchführung der Dreharbeiten

      Nun aber genug zur Theorie

      Im Folgenden wollen wir auf zwei typische Drehszenarien eingehen: das Interview und den Produktfilm.

    • Das Interview

      Drehen wir ein Interview ist zwischen zwei Varianten zu unterscheiden. Entweder interviewe ich jemanden oder ich selbst gebe ein Interview. Wenn ich selbst ein Interview gebe, stellt dieses inhaltlich auch oft ein Tutorial, Vlog oder eine Präsentation dar. YouTube bietet hier beispielsweise eine große Anzahl an Beispielen, wo Firmen, Selbstständige oder Hobbyisten hilfreiche Videos zu unterschiedlichsten Themen veröffentlichen.

      Wir möchten Ihnen eine Hilfestellung an die Hand geben, welche für beide Interviewvarianten greift:


    • Vorbereitung des Interviews

      • Bereiten Sie sich auf das Interview vor
      • Erstellen Sie eine Checkliste für das Videoequipment
      • Denken Sie sich Fragen aus und planen Sie diese
      • Um sich diese Fragen besser zu merken, können Sie diese visuell oder chronologisch sortieren oder ihrer Emotionalität nach
      • Ein Smalltalk während des Aufbaues schafft eine lockere Atmosphäre
      • Schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre im Raum

      Durchführung des Interviews

      • Es ist ein Gespräch und keine Performance (Coffee-Shop-Filter: Dieses ist wie ein Gespräch mit einem guten Freund zu verstehen.).
      • Stellen Sie sich vor und bereiten den Interviewer/in auf das Interview vor.
      • Machen Sie deutlich, welche Rolle er oder sie spielt
      • Lassen Sie die Notizen zu Hause (Bilder oder Symbole für Gedächniskette).

    • Interviewtechniken

      Der zu Interviewende ist im Interview oft wie ein Spiegel. Sie haben es selbst in der Hand, das Beste aus dem zu Interviewenden rauszuholen. Diese Punkte sind hilfreich für ein erfolgreiches Interview:

      • Benutzen Sie Körpersprache
      • Seien Sie ein aktiver Zuhörer/eine aktive Zuhörerin
      • Finden Sie fließenden Übergang zu den Fragen
      • Wenn nötig: Fordern Sie den Interviewer/in heraus und gehen Sie tiefer
      Sollte sich ihr Gegenüber als etwas demotiviert herausstellen, kann Folgendes helfen:

      • Lehnen Sie nach vorne und nutzen Sie deutlichere Körpersprache
      • Seien Sie selbst die Emotion (Spielprinzip)
      • Lenken Sie das Thema auf etwas das ihn/sie bewegt und finden Sie dann eine gute Überleitung zurück zu ihren Fragen

      Sind Antworten zu kurz, dann nutzen Sie am besten Körpersprache, Doppelfragen oder offene Fragen.

      Ist die Antwort ist zu lang, dann bitten Sie den Interviewer/in in einem Satz zu antworten oder nutze Sie z. B. den Superlativ in ihren Fragen.

    • Ein gutes Beispiel für den Ablauf inkl. Kameraaufbau und -einstellung eines kompletten Interviews finden Sie in diesem Video:

    • Tatsächlich sind wir hier etwas mehr in die Tiefe gegangen, aber mit etwas Übung können Sie dieses Wissen gezielt für zu führende Interviews oder auch ihre eigenen Präsentationsvideos nutzen. Versuchen Sie es doch einfach mal!

    • Marken oder produktbezogene Videos

      In dieser Videoform geht es oft um kleinere Videos oder sogar Videoreihen, welche mehrere Perspektiven aufzeigen, an unterschiedlichen Handlungsorten spielen, mehrere Personen involvieren oder mehrere inhaltliche Ablaufe dokumentieren müssen. Nehmen wir uns hier einmal ein Beispiel an einem Freelancer, welcher sein Unternehmen und sein Produkt präsentieren möchte.
       
      In dieser Situation ist es hilfreich, sich ein kleines Drehbuch zu schreiben. Erzählen Sie idealerweise eine Geschichte. Erzählen Sie am besten ihre eigene Geschichte. 


    • Die folgenden Fragen bieten dabei eine gute Ausgangsbasis für ihre Erzählung:

      • Was unterscheidet Ihr Unternehmen oder Produkt von dem anderer? 
      • Was ist am außergewöhnlichsten an Ihrer eigenen Geschichte?
      • Was ist anders an Ihrer Geschichte?
      • Wer ist die Zielgruppe für Ihre Geschichte?
      • Welche Handlung möchten Sie bei potenziellen Kunden auslösen?
      • Welche Botschaft möchten Sie vermitteln?
      • Warum machen Sie das, was Sie machen?
      • Welche tiefere Motivation, Werte oder welcher Glaube treibt Sie voran?
    • Je genauer Sie wissen, was Sie vorhaben, desto effektiver wird der weitere Ablauf der Filmproduktion. Schauen Sie auch noch einmal in das Kapitel „Storytelling“. Es vermittelt einen soliden Überblick zum Aufbau von Handlungspunkten. Nutzen Sie idealerweise die kostenfreie Storyboard-Software Storyboarder von Wonder Unit, um ihrer Story Rahmen und Führung zu geben.