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    • 1.4 Eine Methode zur Erfolgs- und Performancemessung im KI Zeitalter

    • Frage, die in dieser Lektion behandelt wird

      • Momentum vs. Zielsetzung. Was macht eine effektive Erfolgsmessung aus?

      Reichen die traditionellen Metriken zur Erfolgs- und Performance-Messung im KI Zeitalter noch aus? Kurze Antwort: JEIN! Unsere gängigen Erfolgs- und Performance-Metriken sind zwar nicht falsch, aber sie sind unvollständig für eine Zeit, in der KI-Lösungen am Arbeitsplatz ankommen. Wenn viele Prozesse und Tätigkeiten, deren Output einfach zu messen ist, von KI-Lösungen übernommen werden, wie mache ich die menschliche Arbeitsleistung zukünftig verlässlich messbar? Wie messe ich den Einfluss von komplexer Problemlösungsfähigkeit, Empathie, Kreativität, Entscheidungsstärke, Kommunikationsfähigkeiten, Vertrauenswürdigkeit usw. eines Menschen bzw. Mitarbeiter*in auf meine wirtschaftlichen Kennzahlen, denen ich unterworfen bin?

      Bitte nicht falsch verstehen! Die Messung menschlicher Fähigkeiten am Arbeitsplatz darf nicht der Kontrolle dienen, sondern soll die Möglichkeit schaffen, der Arbeit der Mitarbeitenden einen Wert beizumessen, auf dessen Basis Vergütungsentscheidungen getroffen werden können!

      Eine mögliche Antwort darauf, das Menschliche mit dem Zahlenwerk eines Unternehmens zu verbinden, ist das Momentum. Die oben beispielhaft genannten menschlichen Einflussfaktoren, auf denen die traditionellen Key Performance Indikatoren (KPI´s) fußen, werden am Stichtag X der Erfolgs- und Performancemessung gerne ignoriert, als selbstverständlich vorausgesetzt oder vergessen. Das bloße Ergebnis zählt. „Die nackten Zahlen“. Es findet wenig Beachtung, wie ein Mitarbeiter oder Team ein gestecktes Ziel erreicht hat, aber umso mehr, dass dieser Mitarbeiter oder das Team sein Ziel erreicht hat.

      Dabei ist für den langfristigen Erfolg das Momentum auf dem Weg zur Zielerreichung viel entscheidender. Wie ist die Moral im Team? Wie ist das Vertrauen untereinander? Wie entwickeln sich die einzelnen Teammitglieder? Wie arbeiten sie im Team z.B. auch mit den KI-Lösungen, die wir implementiert haben? Liefern die Mitarbeiter zusätzliche Impulse, ohne die sonst zeitraubenden, lästigen Prozesse, die heute eine KI-Software bei uns übernimmt?

      Das Momentum eines Teams und grundlegende Prinzipien menschlicher Zusammenarbeit, wie Vertrauen und Wahrnehmung, Förderung, Leadership (nicht Management) bilden das Fundament für das Zahlenwerk unserer heutigen Erfolgs- und Performance-Metriken. Diese Performancefundamente fließen in unsere traditionellen Metriken zur Erfolgsmessung bisher nur in Form von daraus resultierenden Geschäftskennzahlen ein. Und vielleicht über ein lobendes Wort im Mitarbeitergespräch.

      Hier besteht großer Nachholbedarf, immer eng verbunden mit der bereits zuvor gestellten Ausgangsfrage: „Wie definieren wir Arbeit und Leistung in der Zukunft?“ Unsere stark arbeitsteilige Berufswelt weitet sich damit von der Entscheidung, ob gewisse Kompetenzen in House aufgebaut oder outgesourct werden, auf die Frage aus, welche einzelnen Tätigkeiten eines Berufsbildes/Jobs eine KI-Lösung und damit eine Software und welcher Teil von einem Menschen ausgeübt wird. Wie profitieren diese beiden Parteien bestmöglich voneinander?

      Zur Ausrichtung am Momentum gehört es, als Unternehmen tagtäglich die langfristig richtigen Dinge für den Unternehmenserfolg zu kennen und zu priorisieren, um immer wieder in die Position zu kommen, als Einheit Erfolg zu haben. Etablieren Sie eine stetige Feedbackkultur. Achten Sie auf emphatische Kommunikation. Betonen Sie stets den Fokus auf Langfristigkeit kombiniert mit kleineren Teilzielen für die Motivation und Erfolgserlebnisse zwischendurch.

      Aufgabe

      Bitte bearbeiten Sie die folgende Aufgabe.